Produkthemmung
Enzyme und Regulation von Stoffwechselwegen
Produkthemmung (Product Inhibition) tritt bei Aktivitätsverminderung durch das Reaktionsprodukt auf.
In einfachen reversiblen Modellen erhöht kompetitive Hemmung scheinbares Km bei gleichem Vmax; rein nichtkompetitive senkt Vmax bei gleichem Km. Unkompetitive senkt beide; gemischte senkt Vmax und verschiebt Km je nach Bindung in beide Richtungen. Diese annahmeabhängigen Muster sind keine Synonyme für allosterische Bindung. Realdaten benötigen Prüfung; der Bindungsort allein bestimmt die kinetische Kategorie nicht.
Hemmung kann reversibel oder anhaltend sein; ein kurzer Aktivitätsabfall beweist keine Irreversibilität. Produkthemmung, Substratüberschusshemmung und Endproduktfeedback unterscheiden sich. Wirksame Reagenzglaskonzentrationen werden nicht zwingend durch Essen im Gewebe erreicht. Ein Hemmbefund begründet deshalb weder Ernährungsempfehlung noch Meidung oder sportlichen Nutzen und Schaden ohne Expositions- und Ergebnisbelege.
Ändert Training einen Enzymbefund, wird etwa zuerst nach Blut-, Gewebe- oder gereinigter Proteinmessung gefragt. Danach werden Testbedingungen, Ernährung und Abstand zur letzten Einheit mit tatsächlicher Leistung verbunden; so lässt sich eine Regulationsantwort von Nährstoffmangel oder vermeintlichem Supplementbedarf unterscheiden.
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