Phosphatidylcholin
Fette und Lipide
Phosphatidylcholin (Phosphatidylcholine) ist ein Glycerophospholipid mit Cholinkopf in Membranen und Lipoproteinen; handelsübliches Lecithin ist meist ein Gemisch statt nur dieses Moleküls.
Viele verbreitete Phospholipide besitzen einen phosphathaltigen Kopf und Fettschwänze, die sich in Wasser organisieren. Nicht alle haben ein Glycerolgerüst; Sphingomyelin ist eine wichtige Ausnahme. Der Familienname bestimmt weder sämtliche angehängten Fettsäuren noch Nahrungsmenge oder Qualität und Wirksamkeit eines entsprechenden Supplements.
Kopfgruppen unterscheiden Phospholipide: Cholin, Ethanolamin, Serin und Inositol sind nicht austauschbar. Eine gebundene Gruppe entspricht nicht der Aufnahme des freien Stoffes mit gleicher Wirkung. Ethanolamin ist insbesondere kein Trinkalkohol; eine Serinkopfgruppe bedeutet auch keine identische Wirkung wie ein freies Aminosäuresupplement.
Ein polarer Bereich wechselwirkt leichter mit Wasser, ein unpolarer meidet es; Moleküle mit beiden Bereichen sind amphipathisch. Dadurch entstehen Lipidoberflächen und Membranen. Keine Nettoladung bedeutet nicht automatisch unpolar: Manche Phospholipidköpfe tragen zugleich positive und negative Ladungen und bleiben deutlich polar.
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