Nährstoffdichte
Grundlagen der Ernährung und Nährstoffkunde
Nährstoffdichte (Nutrient Density) beschreibt die Menge eines oder mehrerer Nährstoffe im Verhältnis zu einer angegebenen Bezugsgröße, häufig zum Energiegehalt. Ohne Nährstoff und Bezugsgröße zu nennen, ist die Aussage, ein Lebensmittel sei „nährstoffdichter“, keine präzise Vergleichsgrundlage.
Für eine Dichteangabe müssen Nährstoff und Bezugsgröße feststehen, etwa Calcium pro 100 Kilokalorien. Vergleiche pro 100 Gramm, pro Portion oder pro Energieeinheit beantworten verschiedene Fragen. Auch das Bewertungsverfahren kann die Rangfolge von Lebensmitteln verändern.
Die meisten Lebensmittel liefern mehrere Nährstoffe zugleich. Linsen enthalten beispielsweise neben Protein auch Kohlenhydrate und Ballaststoffe; Milch kann Protein und Calcium liefern. Jedes Lebensmittel nur einem Nährstoff zuzuordnen, vereinfacht seine tatsächliche Zusammensetzung.
Im Sport muss hohe Nährstoffdichte mit genügend Energie zusammenkommen. Große Mengen energiearmer Nahrung können sättigen, bevor der Energiebedarf gedeckt ist. Nüsse oder Olivenöl können ergänzend Energie liefern; wenig Kalorien sollten nicht das einzige Auswahlkriterium sein.
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