Langkettige Fettsäuren
Fette und Lipide
Langkettige Fettsäuren (Long-Chain Fatty Acids (LCFAs)) umfassen viele übliche Nahrungsfettsäuren; Ölsäure ist ein eindeutiges Beispiel, die obere Grenze variiert jedoch je nach Quelle.
Grenzen zwischen kurzen, mittleren, langen und sehr langen Ketten unterscheiden sich je nach Quelle; Laurinsäure oder Docosahexaensäure können Grenzfälle sein. Für Studien- und Produktvergleiche sind Kohlenstoffzahl und verwendete Definition erforderlich. Ein Kategoriename garantiert weder Resorptionsweg noch Stoffwechselgeschwindigkeit oder sportlichen Vorteil.
Nach Aufnahme vieler langkettiger Fette bauen Darmzellen Triglyceride auf und verpacken sie in Chylomikronen, die überwiegend über die Lymphe ins Blut gelangen. Gewebsständige Lipoproteinlipase ermöglicht die Fettsäurefreisetzung. Mahlzeitenfett, unveresterte Plasmafettsäuren und Muskelfettspeicher sind deshalb unterschiedliche Stufen und Pools, keine austauschbaren Messgrößen.
Ein großer Teil der Nahrungstriglyceride wird durch intestinale Lipasen in Fettsäuren und Monoacylglycerole gespalten. Galle unterstützt Verteilung und Mizellenbildung, ist aber selbst kein fettspaltendes Enzym. Die Produkte gelangen in Darmzellen; viele langkettige Fettsäuren werden erneut verestert. Aufnahme bedeutet also nicht einfach den Übertritt unveränderter Nahrungsmoleküle ins Blut.
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