Isoton
Hydratation und Flüssigkeitshaushalt
Isoton (Isotonic) beschreibt einen dem Bezug entsprechenden tonischen Effekt; das Etikett allein belegt keinen Sportnutzen.
Osmose ist die Nettowasserbewegung durch eine wasserdurchlässige Barriere aufgrund unterschiedlicher Solutwirkungen. Neben der Teilchenzahl zählt die Durchlässigkeit für die jeweiligen Stoffe. Frei passierende Teilchen beeinflussen das Zellvolumen dauerhaft anders als eingeschlossene. Eine Messung der gesamten Teilchenkonzentration sagt deshalb nicht immer zuverlässig voraus, ob Zellen schwellen oder schrumpfen.
Osmolalität bezieht osmotisch wirksame Teilchen auf die Lösungsmittelmasse, Osmolarität auf das Lösungsvolumen, meist pro Kilogramm beziehungsweise Liter. Bezeichnungen und Einheiten sind nicht austauschbar. Ähnliche Werte in verdünnten Flüssigkeiten machen die Definitionen nicht identisch. Vor Vergleichen zwischen Etikett und Laborbefund ist die Mess- oder Rechengrundlage zu klären.
Tonizität beziehungsweise effektive Osmolalität betrifft Stoffe, die im betrachteten Zeitraum die jeweilige Membran nicht frei passieren und dadurch das Zellvolumen beeinflussen. Harnstoff trägt zur gemessenen Osmolalität bei, wirkt aber meist nicht dauerhaft wie ein eingeschlossenes Teilchen. Isoosmotisch bedeutet daher nicht zwingend isotonisch; Membran und Zeitbezug gehören zur Einordnung.
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