Glykolipide
Fette und Lipide
Glykolipide (Glycolipids) ist der Plural von Glykolipid und umfasst zuckerhaltige Lipide mit unterschiedlichen Gerüsten und Aufgaben, kein einzelnes reines Nahrungsfett.
Glykolipide tragen einen Zuckerrest an einem Lipidteil und können an Erkennung und Wechselwirkungen der Zelloberfläche beteiligt sein. Viele tierische Formen sind Glykosphingolipide; andere Organismen besitzen auch andere Gerüste. Ein Zuckerkopf macht sie nicht zu einer schnellen Sportkohlenhydratquelle: Membranfunktion und verfügbare Nahrungskohlenhydrate sind getrennte Begriffe.
Sphingolipide beruhen auf einer Sphingoidbase; die Fettsäure im Ceramid ist amidisch gebunden, anders als bei üblichen Glyceriden. Unterschiedliche Köpfe ergeben phosphat- oder zuckerhaltige Mitglieder. Strukturfamilien können sich deshalb hinsichtlich ihrer Kopfgruppen überschneiden; nicht alle Membranlipide sind Triglyceride oder besitzen ein Glycerolgerüst.
Tierische Glykolipide und manche pflanzlichen Zuckerlipide teilen nicht zwingend ein Gerüst; die Familie ist mehr als ein Beispiel.
Die traditionelle Einteilung in einfache, zusammengesetzte und abgeleitete Lipide dient der Lehre und passt nicht vollständig zu allen modernen Systemen. Zusammengesetzt und komplex überschneiden sich häufig oder sind synonym. Entscheidend sind tatsächliche Struktur und angehängte Gruppen, nicht aus dem Kategorienamen abgeleitete Bausteinzahlen oder Ernährungswirkungen.
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