Gamma-Linolensäure
Fette und Lipide
Gamma-Linolensäure (Gamma-Linolenic Acid (GLA)) ist 18:3 n-6, trotz gleicher Bindungszahl in einer anderen Omega-Familie als ALA, und kommt in Nachtkerzen- und Borretschöl vor.
In der Fettsäureschreibweise steht vor dem Doppelpunkt meist die Kohlenstoffzahl und danach die Anzahl der Doppelbindungen. Omega-Familie oder Bindungsposition können folgen. Der Code ist weder Verzehrmenge noch Dosierung. Manche Isomere lassen sich erst mit zusätzlichen Angaben zu Positionen und räumlicher Geometrie eindeutig unterscheiden.
Die Omega-Zahl nennt die erste Doppelbindung vom Methylende aus, nicht vom Carboxylende. Gesamte Kohlenstoffzahl und Doppelbindungszahl sind zusätzliche Angaben. Omega bezeichnet daher eine Strukturfamilie, keine Qualitätsnote oder Wirkungsgeschwindigkeit. Ihre Mitglieder können sich in Länge, Lebensmittelquellen und Aufgaben unterscheiden.
Linolensäure auf einem Supplement reicht nicht; Vorsilbe und Omega-Familie unterscheiden GLA von ALA.
Omega-6 umfasst essenzielle Fettsäuren und ist nicht pauschal entzündungsfördernd oder schädlich. Abgeleitete Botenstoffe wirken vielfältig und gewebeabhängig. Gesättigte Fette durch geeignete ungesättigte Quellen zu ersetzen unterscheidet sich von unbegrenzter Ölzugabe. Entscheidend sind Ernährungsmuster und tatsächliche Mengen statt einer pauschalen Bewertung der Stofffamilie.
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