Ernährungsvielfalt
Grundlagen der Ernährung und Nährstoffkunde
Ernährungsvielfalt (Dietary Diversity) bezeichnet die Bandbreite verzehrter Lebensmittelgruppen und Quellen in einem bestimmten Zeitraum. Sie kann ein breiteres Nährstoffspektrum unterstützen, beweist aber weder eine ausreichende Nahrungsmenge noch die Qualität jeder einzelnen Wahl.
Vielfalt betrifft sowohl verschiedene Lebensmittelgruppen als auch die Auswahl innerhalb einer Gruppe. Der Wechsel zwischen Linsen, Fisch, Eiern und anderen geeigneten Quellen oder verschiedenen Gemüsearten erweitert das Nährstoffspektrum. Viele ähnliche Snackprodukte gleichen jedoch weder eine zu geringe Nahrungsmenge noch den Ausschluss einer wichtigen Gruppe aus.
Lebensmittelgruppen werden nach ernährungsbezogenen Gemeinsamkeiten oder ihrer Verwendung eingeteilt; ihre Grenzen unterscheiden sich zwischen Leitlinien etwas. Beispiele sind Getreide, Obst, Gemüse, Proteinquellen sowie Milchprodukte oder geeignete Alternativen. Hülsenfrüchte können je nach System mehreren Gruppen zugeordnet werden; keine Gruppe deckt allein alle Bedürfnisse.
Die meisten Lebensmittel liefern mehrere Nährstoffe zugleich. Linsen enthalten beispielsweise neben Protein auch Kohlenhydrate und Ballaststoffe; Milch kann Protein und Calcium liefern. Jedes Lebensmittel nur einem Nährstoff zuzuordnen, vereinfacht seine tatsächliche Zusammensetzung.
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