Riechrezeptoren
Nervensystem & Sinnesorgane
Riechrezeptoren (Olfactory receptors) sind G-Protein-gekoppelte Rezeptorproteine auf den Zilien der Riechsinneszellen im Riechepithel (etwa 5–10 Quadratzentimeter im Dach der Nasenhöhle), die Duftmoleküle erkennen.
Merkmale
- Genfamilie: Riechrezeptorgene bilden die größte Genfamilie im Säugetiergenom; der Mensch hat etwa 400 funktionsfähige Gene und rund 600 inaktive Pseudogene (Nobelpreis 2004, Axel und Buck).
- Ein Neuron, ein Rezeptor: Jede Riechzelle exprimiert in der Regel nur einen Rezeptortyp.
- Kombinatorischer Code: Jeder Duft aktiviert mehrere Rezeptoren unterschiedlich stark; ihr Gesamtmuster kennzeichnet den Duft.
- Konvergenz: Die Axone aller Zellen mit demselben Rezeptortyp laufen in einem oder zwei Glomeruli des Riechkolbens zusammen.
Erneuerung
Riechsinneszellen gehören zu den wenigen Neuronen, die zeitlebens aus
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