Salzsäure (HCl)
Verdauungssystem
Salzsäure (HCl) (Hydrochloric acid) ist eine starke Säure aus den Belegzellen des Magens; sie senkt den Magen-pH auf etwa 1,5–3,5 und ist wesentlich für Eiweißverdauung, antimikrobielle Abwehr und Nährstoffaufnahme.
Funktionen
- Aktivierung von Pepsinogen zu Pepsin und Bereitstellung seines pH-Optimums.
- Denaturierung (Entfaltung) von Proteinen: erleichtert deren enzymatische Verdauung.
- Abtöten von Mikroben: Abwehrbarriere gegen Bakterien und Parasiten aus der Nahrung.
- Förderung der Resorption: von Nicht-Häm-Eisen (Umwandlung von Fe³⁺ in besser resorbierbares Fe²⁺), Kalzium, Magnesium und Freisetzung von B12 aus Nahrungsprotein.
- Anregung der Sekretin- und Pankreas-Bikarbonatfreisetzung im Duodenum.
Sekretionsmechanismus
Die Protonenpumpe befördert H⁺ in den Canaliculus, Chlorid (Cl⁻) strömt über eigene Kanäle nach, es entsteht HCl; Bikarbonat wird ins Blut abgegeben.
Klinische Anwendung
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