Belastungsinduzierte Bronchokonstriktion
Atmungssystem
Die belastungsinduzierte Bronchokonstriktion (EIB) (Exercise-Induced Bronchoconstriction) ist eine vorübergehende Atemwegsverengung während oder meist 5–15 Minuten nach intensiver Belastung, diagnostiziert durch einen FEV1-Abfall um mindestens 10 Prozent; der ältere Begriff „Anstrengungsasthma“ wird seltener verwendet, da Belastung ein Auslöser, keine Ursache von Asthma ist.
Mechanismus
- Osmotische Theorie (Hauptmechanismus): Hohe Ventilation mit trockener Luft lässt Wasser von der Atemwegsoberfläche verdunsten; die Osmolarität des Flüssigkeitsfilms steigt und regt Mastzellen zur Freisetzung von Histamin, Leukotrienen und Prostaglandinen an.
- Thermische Theorie: Abkühlung und anschließende Wiedererwärmung der Atemwege.
- Epithelschädigung: bei Ausdauersportlern nach Jahren hoher Ventilation (Kaltluft, Chlor, Luftschadstoffe).
Häufigkeit
Etwa 90 Prozent der Asthmatiker, etwa 5–20 Prozent
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