Gegenstromprinzip
Harnsystem (Nieren und Harnbildung)
Das Gegenstromprinzip (Countercurrent Mechanism) ermöglicht der Niere, einen Urin zu bilden, der viel konzentrierter ist als das Plasma (bis etwa zum Vierfachen), und so Körperwasser zu sparen. Es besteht aus zwei Teilen: dem Gegenstrommultiplikator in der Henle-Schleife und dem Gegenstromaustauscher in den Vasa recta.
Gegenstrommultiplikator (Henle-Schleife)
- Der dicke aufsteigende Schenkel pumpt aktiv Salz ins Interstitium und ist wasserundurchlässig; so entsteht auf jeder Höhe ein Konzentrationsunterschied von etwa 200 mosmol/l.
- Der absteigende Schenkel gibt Wasser an das konzentrierte Interstitium ab, seine Flüssigkeit wird konzentrierter.
- Der ständige gegenläufige Fluss wiederholt und vervielfacht diesen kleinen Unterschied entlang der Schleife, bis die Konzentration tief im Mark etwa 1.200 mosmol/l erreicht.
Gegenstromaustauscher (Vasa recta)
Die U-förmigen Vasa recta versorgen das Mark durch passiven Austausch
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