Zwerchfell (Diaphragma)
Der menschliche Körper & Grundbegriffe
Das Zwerchfell (Diaphragma) ist ein breiter, dünner, kuppelförmiger Muskel, der die Brusthöhle von der Bauchhöhle trennt und als wichtigster Atemmuskel gilt.
Es entspringt am unteren Rand des Brustkorbs, am Brustbein und an den oberen Lendenwirbeln; seine Fasern strahlen in eine zentrale Sehnenplatte, das Centrum tendineum, ein.
Innerviert wird das Zwerchfell vom Nervus phrenicus, der aus den Halssegmenten C3 bis C5 stammt; Studierende merken sich dies mit dem bekannten englischen Merksatz „C3, 4, 5 keeps the diaphragm alive“.
Rolle bei der Atmung
Bei der Einatmung kontrahiert das Zwerchfell, flacht ab und bewegt sich nach unten; dadurch vergrößert sich das Brustraumvolumen, und Luft strömt in die Lungen.
In Ruhe leistet das Zwerchfell den größten Teil der Atemarbeit; bei ruhiger Ausatmung erschlafft es und kehrt in seine Kuppelform zurück.
Die wichtigsten Durchtrittsstellen
Drei wichtige Strukturen durchqueren das Zwerchfell; ihre Öffnungen liegen auf bestimmten Brustwirbelhöhen:
- Foramen venae cavae: etwa auf Höhe des achten Brustwirbels, Durchtritt der unteren Hohlvene.
- Hiatus oesophageus: etwa auf Höhe des zehnten Brustwirbels, Durchtritt der Speiseröhre; eine Verlagerung des Magens durch diese Öffnung heißt Hiatushernie.
- Hiatus aorticus: etwa auf Höhe des zwölften Brustwirbels, Durchtritt der Aorta.
Rolle für die Rumpfstabilität
Neben der Atmung bildet das Zwerchfell das Dach des Rumpfzylinders
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