BDNF (Brain-derived neurotrophic factor)
Nervensystem & Sinnesorgane
BDNF (Brain-Derived Neurotrophic Factor) (BDNF) ist das häufigste Neurotrophin im Gehirn; über den TrkB-Rezeptor fördert es Neuronenüberleben, Synapsenwachstum, synaptische Plastizität (LTP), Lernen und Gedächtnis – mitunter „Dünger fürs Gehirn“ genannt.
Bildungsorte
- Gehirn: besonders Hippocampus, Kortex und Hypothalamus.
- Außerhalb des Gehirns: Skelettmuskel (als Myokin), Thrombozyten (speichern den Großteil des Blut-BDNF) und Endothel.
Funktionen
- Synaptische Verstärkung und Gedächtniskonsolidierung.
- Neurogenese und Dendritenwachstum.
- Stimmungsregulation: Niedriges BDNF ist mit Depression verbunden; manche Antidepressiva erhöhen es.
- Regulation von Energiehaushalt und Appetit.
Genetik
Der Val66Met-Polymorphismus (bei etwa 20–50 Prozent der Menschen, je nach Population) verringert die aktivitätsabhängige BDNF-Ausschüttung und kann Gedächtnis und Trainingsantwort
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